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Mir ist aufgefallen, dass wenn jemand sich für Andere einsetzt, bekommen die Leute ein  “Danke schön“ als Urkunde oder sogar einen Fernsehauftritt .

Meine erlebte Geschichte dazu: 

Es war an einem Wochentag in Berlin Tempelhof. Es ist ein schöner, sonniger Tag und heute wollte ich mir mal eine Mittagspause gönnen. Da ich Freiberuflich tätig bin, ist es egal, wo ich meine Pause mache. Also, fuhr ich mit meinem Auto nach Hause, hielt bei uns in der Strasse an und stieg aus. Auf dem Weg vom Auto bis zur Haustür kam mir ein Mann entgegen gerannt.  Nanu dachte ich, ich wohne schon seit 13 Jahre dort und noch nie ist ein Mensch in dieser Strasse gerannt. Also, wollte ich der Sache mal auf den Grund gehen. Nun stieg ich wieder in mein Auto ein und fuhr dieser Person hinterher. Was mich wunderte, dieser Mann kannte sich gut in dieser Gegend aus. Er benutzte immer die Seitenstrassen vom Tempelhofer Damm. Somit bin ich immer vom Te-Damm in die nächste Seitenstrasse, bis ich den rennenden Mann gesehen habe und wieder zurück zum Te-Damm gefahren. Das wiederholte sich so  8 mal. Da ich mich in diesem Bezirk auch auskenne, verfolgte ich die Person bis hin zu einer Strasse wo keine Seitenwege abgehen. Jetzt, war mein Problem, was tun. Mit dem Pkw suchte ich nun einen Polizisten, den ich in einer Querstrasse auch fand. Ich erklärte diesem den Vorfall und er möchte doch mal nachfragen ob in meiner Strasse etwas auf fälliges vorgekommen ist. Jetzt hatte der Polizist ein Problem, denn sein Handsprechfunkgerät funktionierte nicht. Nach mehrmaligen schütteln und klopfen hatte er nun eine Verbindung bekommen, aber es lag noch keine Schadensmeldung vor. Nach wiederum ca. 3 Minuten erhielt der Polizist eine Meldung, dass in der Strasse ein Überfall stattgefunden hat und die Täter auf der Flucht sind. Da Dieser wusste worum es geht, fuhr ich und die Polizei als Beifahrer mit meinem Auto zu dem noch laufenden Verdächtigen. Jetzt brauchte der Polizist nur noch aus dem Auto zu springen und den guten Mann verhaften.                                                                                                                                                          

Soweit zur Einführung.   

Nach einem halben Jahr, bekam ich die Aufforderung, als Zeuge zum Gericht zu kommen. Dem Richter musste ich den Fall nochmals erzählen. Dann wurde ich gefragt, ob das dieser Angeklagte ist. Da ich diesen wieder erkannte, sagte ich natürlich, ja.                                                                                                                         

Sehen sie, sagte der Richter, wie leicht es ist eine “Falschaussage“ zu machen und einen “Falschen“ zu verdächtigen. Das hier ist der Bruder von der gestellten Person.

Dann wurde ich als Zeuge entlassen.

Vom dem Überfallenden habe ich einen Werbekugelschreiber erhalten, danke dafür.

Ob ich nochmals als Zeuge aussage, dass weiß ich nicht.

Denn mit einer erneuten Falschaussage möchte ich nicht leben wollen.  

Übrigens handelte es sich um eine Bande, die durch meine Mithilfe gefasst wurde.

Da hilft man der Polizei und ist letztendlich der Dumme.

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